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12.Juni Brelinger Berg    Team Plasmatreat
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Montag, 4. Oktober 2021

EZF und PZF in Mörbisch am 2.10.2021

Das Mörbischer Eventwochenende mit seinen Rad- und Laufbewerben empfand ich schon immer sehr gelungen. Mit dem neuen Veranstalter und der geänderten Streckenführung hat das ZF m.E. zusätzlich an Qualität gewonnen und so wurde auch gleich im ersten Jahr das Rennprogramm mit den ÖMS im Paarzeitfahren erweitert. 

Der Wetterbericht hörte sich vielversprechend an: Sonnig, mild, kräftiger SO-Wind. Das Studium des Streckenprofils und das Abfahren der Strecke verrieten mir einige Tücken: 2 knackige Anstiege (einer gleich am Ortsende, der andere ca. 4km vor dem Ziel), dazwischen schnelle Abfahrten mit 90°-Kurven, Seitenwindpassagen, Bergaufschmierer und die 3km wellige Zielgerade mit schmerzhaftem Gegenwind.

Ich fühlte mich nach der Bergtrainingswoche im Trentino/Gardasee in Form, hatte nur zwischendurch Probleme mit der Kraft bei den Gegenwindstücken, aber ansonsten lief es gut, vor allem in den Anstiegen.

In der Ergebnisliste zeigte sich das Sekundenglück auf meiner Seite und bescherte mir den 3. Platz mit 1,7 Sek. vor Platz vier. 2021 belegte ich schon zum dritten Mal Platz 3 (ÖM Salzburg, Weichstetten, Mörbisch). Ich bin sehr zufrieden, zumal ich in der AK 60+ mittlerweile schon zu den Älteren zähle.

Peter Kmetyko, 4.10.2021



EZF Weichstetten am 6.9.2021 (Missgeschick und Adrenalin pur)

Das örtliche Feuerwehrfest zwang den Veranstalter zur Verkürzung der Rennstrecke und Verlegung des Startes ans Ortsende. Dafür gab´s hochprozentige lautstarke Unterstützung vom feiernden Publikum. Wie bestellt wurde mir bei der Anfahrt zum Start von der Musikkapelle ein (der?!) Marsch geblasen 😊 . 

Voll motiviert katapultierte ich mich aus dem Starthaus und stürzte mich in die bald folgende Abfahrt. Im Geschwindigkeitsrausch mit über 70km/h übersah ich einen Abbiegepfeil (obwohl ich die Strecke kannte!), war daher viel zu schnell unterwegs und bis der Streckenposten reagierte, war ich schon vorbei. Was dann folgte, war Harakiri am ZF-Rad: voller Adrenalin in die Eisen – Kehrtwende - krachend von Kette rechts weggeschalten - das Sch…..wort lautstark bedient und mit noch mehr Adrenalin (und Wut im Bauch) weiter in die richtige Richtung. Ab diesem Zeitpunkt gab´s nur mehr eines: Treten, treten und nochmals treten. Den angepeilten Stockerlplatz hatte ich abgeschrieben. Mein Mantra lautete ab nun frei nach Jens Voigts Buchtitel: MAN MUSS KÄMPFEN. 

So verflogen die 20,1 km mit den welligen 150hm bis zum Schlussanstieg, bei dem ich nochmals alles und mehr mobilisierte. Zu meiner Überraschung konnte ich den 3.Platz gerade noch mit 4 Sek. vor dem Viertplatzierten retten, was mich angesichts des starken Teilnehmerfeldes in der AK60+ besonders freute. Jens Voigt hat mit seinem „niemals aufgeben“ wieder mal recht gehabt. 

Zur Veranstaltung: Der ESV Linz präsentierte sich wie immer als sympathischer und professioneller Veranstalter. Die Startliste war mit 120 Fahrerinnen und Fahrern bald ausgebucht und die Minutenstartintervalle lassen kaum Windschattenfahren zu. Eines meiner Lieblingszeitfahren!

Peter Kmetyko, 4.10.2021

Alle Fotos vom Veranstalter

Voll fokussiert

Panik vor dem verpassten Abzweig

Getränke statt Pokale für Günter Gugler – Walter Prodinger – Peter Kmetyko


Dienstag, 18. August 2020

Österreichische Zeitfahrmeisterschaften 2020

Am 15.8.2020 veranstaltete das ARBÖ Junior Cycling Team Graz im oststeirischen Großhartmannsdorf die österreichischen Zeitfahrmeisterschaften für Nachwuchs- Masters-, Amateur- und Elitefahrer. Der Nachwuchs musste 7,8 km absolvieren, alle anderen Teilnehmer 16,4 km mit 247 hm. Die fast ausschließlich im Waldgebiet verlaufende Strecke war ein Mix aus mittelsteilen Anstiegen, langgezogenen Kurven und Highspeedabfahrten.

Marianne ging gut vorbereitet in diesen Bewerb, wenngleich die eine Woche zuvor beendete Etappenfahrt in Frankreich noch etwas in den Knochen steckte. Dennoch fuhr sie ein beherztes Rennen und belegte nur 21 Sek. hinter der Topfavoritin Claudia Schlager den zweiten Platz bei den Frauen Masters, die seit 2020 nur mehr in einer Klasse gewertet werden. Dementsprechend groß war die Freude über die Silbermedaille gegen starke Konkurrenz als älteste Starterin des gesamten Frauenfeldes und gleichzeitig über den Wiener Meistertitel.

Frauen Master   Ergebnisse 

Ein Sonderlob verdienen die Organisatoren. Schön zu sehen wie ein ganzer Ort hinter einem solchen Event steht, wie alle mithelfen und trotz schwieriger Zeiten für Veranstalter versucht wird, die derzeit notwendigen Hygienemaßnahmen umzusetzen.

„Des hamma für´n Lois g´macht, der uns zum Radfahren gebracht hat“, so ein Funktionär in Erinnerung an den verstorbenen, ortsansässigen Alois Kainer, nach dem auch dieses Rennen benannt ist. Vielen Dank. Macht weiter so.

Peter Kmetyko, 18.8.2020



Mittwoch, 11. September 2019

Peter Kmetyko: HART gekämpft in WEICHstetten

Zwei Autostunden von Wien entfernt im Hügelland südlich von Ansfelden veranstaltet der ESV Linz alljährlich ein Einzelzeitfahren über 22 Km und 150 welligen Hm.

Der Wind ist in dieser Gegend ein Dauerthema. Diesmal lebhaft und böig aus Nordwesten blasend, vorwiegend von der Seite in die Scheibe der zahlreichen TT-Räder. Bisweilen hatte ich alle Hände voll zu tun, mein Rad auf der Fahrbahn zu halten, was einem zügigen Fahrrhythmus nicht zuträglich war. Im Ziel angekommen, verspürte ich ein Gefühl, nicht wirklich ins Fahren gekommen zu sein. Es fühlte sich eher wie eine Stop and Go – Fahrt an. Auch war ich nicht wirklich erschöpft, so wie zumeist bei Zeitfahren. Meine Fahrzeit empfand ich nicht als sonderlich schnell – ich wollte unter 33 Min. bleiben - dafür war die Platzierung (2. Platz in der Klasse M60) überraschend gut.

Somit durfte ich bei der Siegerehrung aufs Treppchen steigen, einen 12er-Pack einer lokalen Bierbrauerei sowie einen Karton Schwedenbomben mit nach Hause nehmen. Wahrhaft originelle wie begehrte Preise.

Peter Kmetyko, 11.09.2019
Fotos: Kurt Rathfuß

Donnerstag, 4. Juli 2019

PSK – Frühjahrscup 2019

Der von Brigitte Schneider in bewährter Manier organisierte PSK-Cup ist schon zum Pflichttermin für zahlreiche Time Trial – Freaks geworden.

Ich selbst verspürte nach meiner Verletzungspause wiederholt Entzugserscheinungen und dem entsprechend freute ich mich auf diese Rennserie. Nicht nur des Trainings willens, sondern vor allem um wieder bei der kleinen, aber feinen Community dabei sein zu können. Berufsbedingt musste ich das erste Rennen noch auslassen, aber ab dem zweiten durfte ich wieder PSK-Rennatmosphäre aufsaugen. Ohne mir irgendwelchen Druck zu machen, ging ich an die Sache ran – ich wollte einfach nur trainieren, vor allem für die Betriebseuropameisterschaften in Salzburg. Dass es dann so gut lief und ich mich von Rennen zu Rennen kraft- und ausdauermäßig dermaßen steigerte, war so nicht zu erwarten.

Den Pokal für den 1. Platz in der Gesamtwertung der AK IV nehme ich als Draufgabe sehr gerne entgegen.

Peter Kmetyko, 4.7.2019

Montag, 1. Juli 2019

22. European Company Sport Games 26.-30.6. 2019 Salzburg

Foto © ECSG 2019
Marianne Kmetyko-Huber 2x Gold (EZF, Straßenrennen)
Peter Kmetyko 1x Gold (EZF), 1x Silber (Straßenrennen)

Im Zweijahresrhythmus treffen sich Betriebssportlerinnen und -sportler aus ganz Europa um in verschiedenen Sportarten und -disziplinen gegeneinander anzutreten. Klarerweise geht es wie immer bei Großsportveranstaltungen um Medaillen. Diesmal kämpften 7000 Teilnehmer in 27 Sportarten und 320 Wettbewerben um das heiß begehrte Edelmetall. Marianne und ich durften für den KSV Wienenergie starten. In einem großartigen Team, das vor allem beim Straßenrennen perfekt zusammengearbeitet hat, konnten wir viel beachtete Erfolge feiern.

Das Einzelzeitfahren:
Das Material perfekt eingestellt, startete Marianne - etwas nervös - mit lautstarker Unterstützung unserer Vereinskollegen aus der Box. Nach ein paar Metern erfolgte der Versuch, eine härtere Übersetzung aufzulegen und … nichts passiert – Defekt in der Elektronik. Nach dem ersten Schock und Ärger schießt zusätzliches Adrenalin ein, die Wut entlädt sich in Mariannes Beinen: mit 52-21 und über 100 Umdrehungen in den Flachpassagen gekurbelt, mit 40 Umdrehungen den Anstieg hinauf gewürgt und derselben Übersetzung bergab mehr oder weniger gerollt, den Puls über das Limit getrieben, rettete sich Marianne mit 5 Sekunden Vorsprung vor der favorisierten Italienerin Daniela Pelella ins Ziel.

Mein Rennen verlief weniger spektakulär (zum Glück). Die Formkurve zeigte schon in den letzten Trainingsrennen beim PSK-Cup nach oben, dennoch wusste ich nicht, wo ich nach der schweren Verletzung vom Februar 2018 in einem internationalen Bewerb stehe. Im Nachhinein gesehen lief alles perfekt. Die Kurven des technisch anspruchsvollen Kurses erwischte ich fast alle gut, im entscheidenden Anstieg fuhr ich am Limit, in der Abfahrt ließ ich meinen Puls etwas zur Ruhe kommen um dann im 3 Km welligen Schlussteil alles, wirklich alles zu geben. Bestzeit, 29 Sek. vor Vereinskollegen Peter Goluszka.

Das Straßenrennen: 
Mit einer Goldmedaille um den Hals fährt es sich entspannter. Beim Start wurde Marianne von italienischen Helfern sofort umzingelt. Unsere Vereinskollegen spannten sich nach einem kurzen Faktencheck vor Marianne, ich klebte am Hinterrad von Pelella. An meinem Hinterrad blieb Vereinskollegin Eva Hipfinger, die Drittplatzierte des EZFs. Es entwickelte sich ein Dreikampf zwischen den Damen mit männlicher Unterstützung. In der zweiten Runde zog Marianne am Berg mit ihrem Pacemaker Georg Satzer das Tempo an. Pelella riss etwas ab, kam aber in der Abfahrt wieder heran. Ich blieb mit Eva H. an deren Hinterrad. Im Anstieg der dritten Runde riss die Italienerin erneut ab und konnte Marianne nicht mehr folgen. Leider riss auch Mariannes Helfer in einer der folgenden Wellen – aber leider die Kette! Jetzt war Marianne auf sich allein gestellt in den letzten 1,5 Runden. Die Italiener ließen Marianne vorne am Wind arbeiten und versuchten, ihre Fahrt zu verlangsamen. Etwas dahinter wachte ich an Pelellas Hinterrad solange, bis Marianne einen sicheren Abstand zu uns herausfuhr. Dies war dann beim letzten Anstieg gegeben, wo ich begann, das Tempo der beiden Konkurrentinnen um Platz zwei zu bestimmen. Eva Hipfinger und ich schafften es nicht, die verbissen um den Anschluss kämpfende Italienerin abzuschütteln. Wir mussten es auf den Zielsprint angekommen lassen. In der Zwischenzeit hatte Marianne das Rennen trotz italienischer Störfeuer schon gewonnen, ich zog den Sprint für die beiden Damen an. Mit der exakt gleichen Zeit wurde von der Jury Daniela Pelella mit Reifenbreite der zweite Platz vor Eva Hipfinger zugesprochen. Ich erreichte in der AK 60+ den zweiten Platz, diesmal hinter Peter Goluszka.

Die Freude von uns allen über die großartigen Ergebnisse entlud sich bei der Siegerehrung und am Abend bei einer Feier in der Messehalle Salzburg.

Die Veranstaltung: 
Besser kann man´s nicht organisieren. Die anfänglichen Bedenken bez. der Kursführung mit der 70km/h+ Abfahrt wurden insofern zerstreut, indem man Streckenposten (inkl. Polizei) aufstellte, die alles perfekt absperrten und keinen Unbefugten durchließen. Die Rennkommissäre wachten mit der nötigen Kompetenz auf die Einhaltung der Wettkampfregeln (es wurde auch disqualifiziert!). Und der Anstieg vor der High-Speed Abfahrt bewirkte schon mal eine Ausdünnung des Feldes, womit es zu keinen gefährlichen Situationen mehr kam. Der Veranstalter bereitete uns ein unvergessliches Erlebnis mit zwei sportlich anspruchsvollen Kursen, die spannende Rennen ermöglichten.

Peter Kmetyko, 1.7.2019

Ergebnisse:   Einzelzeitfahren     Straßenrennen



Dienstag, 28. Mai 2019

Österreichische Meisterschaften im Zeitfahren 2019

Am 19.5. starteten Marianne und Peter Kmetyko beim EZF der Masterklassen über 29km und 200hm von Ossiach nach Feldkirchen.

Marianne Kmetyko-Huber erzielte bei den Frauen insgesamt die drittschnellste Zeit und stand somit auf dem Podest.

Peter Kmetyko fuhr brav mit und musste erkennen, dass die schwere Verletzung vom Vorjahr noch lange nicht überwunden ist. Es fehlte an Kraftausdauer und Maximalkraft, was schlussendlich den 11. Platz unter 13 Teilnehmern ergab.

Mariannes Bericht:
Zusätzliche Aufregung 15 min vor dem Start: Betreuer eines Juniorenteams erklärten mir bei der Vorkontrolle, dass sie mein Rad so nicht akzeptieren würden, da der Sattel 1cm zu weit vorne sei. Also schnell rüber zu den Mechanikern, welche mir den Sattel einstellten. Wieder zurück am Start: die Nervosität war hoch da ich als Erste des gesamten Feldes starten musste. Die ersten 20 km waren unglaublich zäh, ich konnte keinen richtigen Druck auf die Pedale bringen, der Puls war viel zu hoch und ich hatte das Gefühl ins Leere zu fahren. Erst auf dem letzten Drittel der Strecke kam die Power und ich hatte Spaß an der Sache. Mit meiner Leistung über die gesamte Distanz alles andere als zufrieden, wurde ich dennoch 3. Frau im Gesamtklassement. Doch die Siegerehrung hätten wir uns sparen können: Die Master Frauen mussten bis zum Schluss warten, selbst die Siegerehrungen der an die ÖMS angehängten Landesmeisterschaften für ÖO und Kärnten. wurden vorher abgewickelt. Zusätzlich waren die Verantwortlichen absolut inkonsequent in der Auslegung der ÖRV Regeln in Bezug auf die Zusammenlegung von Altersklassen.

Peter Kmetyko, 28.5.2019